Umgezogen
Wiejetzt! ist nach gnadlib.wordpress.com umgezogen.
Anscheinend sind die Tage von blogsome.com gezählt. Ab dem 7. Dezember 2011 wird diese Plattform vom Netz gehen und auch wiejetzt! ins Nirvana mitnehmen. Mal sehen, ob die von Blogsome angebotene Backup-Lösung funktioniert. Wenn sich der Content tatsächlich mit vertretbarem Aufwand nach wordpress.com exportieren lässt, ziehe ich wohl einfach dorthin um. Wenn nicht, mache ich vielleicht irgendwo was Neues auf und verwurste nach und nach ein paar der Texte von wiejetzt!. Hier jedenfalls gehen die Lichter aus.
Nachtrag vom 26.01.2012: Irgendwie scheint das mit dem Abschalten von blogsome nicht so recht voranzukommen. Egal, ich bin und bleibe erstmal auf wordpress.com.
Neulich ist mir ein am Straßenrand geparkter schwarzer Porsche aufgefallen. Völlig schwarz, mit dunklen Scheiben. Nicht mehr ganz neu, aber ziemlich gepflegt. Blitzesauber, ohne ein Stäubchen. Auf der Heckscheibe stand in recht kleinen weißen Buchstaben der folgende Satz:
Wasser ist zum Eierkochen da.
Sonst nichts. Was soll das? Meint der, Eierkochen sei der eigentliche Zweck von Wasser? Nicht eher Autowaschen, wo er seinen Hobel so schön sauber hält? Egal, das ist natürlich beides Unsinn. Wenn ich weiße Klebebuchstaben dabeigehabt hätte, hätte ich wahrscheinlich "Aber nicht nur" dahintergeschrieben.
Kleine Kinder stellen ihre Gläser erfahrungsgemäß fast immer zu nahe an den Rand des Esstisches und meistens auch in den Schwenkbereich der Ellenbogen. Das führt immer wieder zu Unglücken, die eigentlich vermeidbar sind: Gläser werden umgestoßen (natürlich vorzugsweise volle), fluten den Esstisch und verderben Essen (wer mag schon Kartoffelbrei mit Apfelsaft oder Salat mit Milch). Oder sie werden vom Tisch gefegt und zerschellen am Boden. Es ist erstaunlich, wieviel Aufwand es kosten kann, alle Scherben und klebrigen Stellen zu entfernen, vor allem, wenn ein aufgeregtes, wütendes, weinendes oder erschrockenes Kind auf dem Stuhl herumflattert und entweder sofort getröstet werden muss oder unbedingt mithelfen will (aber natürlich wieder keine Hausschuhe anhat). Esstische mit kleinen Kindern sind Murphys Spielplatz und Finagles Paradies.
In diesem Zusammenhang ist mir eine zusätzliche Verwendungsmöglichkeit für meine Magnetschwebetechnik am Esstisch eingefallen: Durch einfaches …weiterlesen…
Die Welt ändert sich ständig, die Sprache auch. Viele Dinge heißen heute anders als früher. Bestellte Waren werden beispielsweise nicht mehr ausgeliefert oder versandt, sondern delivered oder geshipped. Daraus ergibt sich - Sprachnörgler aufgepasst, ich liefere Euch jetzt ein superbes Argument gegen die Verwässerung und Verderbung der Sprache Goethens durch den Anglizismenwahn - eine wunderschöne Möglichkeit, Sachen misszuverstehen.
Da wäre beispielsweise das gute alte Schneeschippen: Wenn es im Winter schneit, muss man morgens Schnee schippen. Wenn es nicht schneit, man aber trotzdem Schnee will, bestellt man sich welchen im Internet. Dann geht bei der imaginären Schnee Express GmbH im Schneeparadies Warth-Schröcken jemand ins Lager, schippt ein bisschen Schnee in eine Styroporkiste und verschickt das mit der Post.
Was machen Sie denn beruflich? - Schnee shippen.
Das Wort shoppen macht mir schlechte Laune. Warum das so ist, kann ich aus dem Stand gar nicht genau sagen. Weil es ein Anglizismus ist? Nein, ich benutze selbst viele Anglizismen, oft genug auch an Stellen, wo es ein passendes deutsches Wort gibt. Ist das Wort unnötig? Auch nicht. Shoppen ist nicht dasselbe wie Kaufen oder Einkaufen. Ich kaufe ein Buch, ein Paar Schuhe, einen Computer, aber ich shoppe diese Dinge nicht. Und wenn ich Milch, Brot, Butter und Klopapier brauche, gehe ich einkaufen, nicht shoppen.
In Buchläden oder Antiquariaten zu stöbern würde ich auch nicht als Shoppen bezeichnen. Einkaufsbummel käme dem noch am nächsten, trifft es aber auch nicht wirklich. Einkaufsbummel ist gemütlich, wenn man sowas mag, und ein ganz bisschen altmodisch. Die Betonung liegt da eher auf dem Bummel als auf dem Einkauf, der Einkaufsbummel ist wohl näher am Schaufensterbummel als am Shopping. Shoppen ist …weiterlesen…
Der Herbst ist mittlerweile schon recht fortgeschritten, das Wetter ist unberechenbar. Manchmal scheint die Sonne und man kann fast im T-Shirt auf dem Balkon sitzen, manchmal ist es nasskalt, dass man mit Wollpullover noch friert. Oder es wechselt im Lauf des Tages vom einen zum anderen Extrem. Wie zieht man sich da an? Die morgens noch unverzichtbare dicke Jacke kann nachmittags viel zu warm sein. Oder der morgens noch völlig ausreichende Pullover ist nachmittags zu dünn, nicht wind- oder wasserdicht genug und man holt sich eine Erkältung. Aber ich habe auch keine Lust, ständig Ersatz- und Ergänzungskleidung mit mir herumzuschleppen. Eine dünne Regenjacke oder ein zusätzlicher Pullover geht, aber mehr ist nervig. Man müsst irgendwie regeln können, wie warm die Kleidung ist.
Was macht Kleidung eigentlich warm? Soweit ich weiß, sorgt die Luft zwischen den Fasern für Isolierung und damit für Wärme. Viel Luft bedeutet gute Isolierung und ergibt viel Wärme. Wenig Luft bedeutet weniger Isolierung und weniger Wärme. Nun gibt es natürlich schon Jacken mit herausnehmbaren Innenjacken. Gute, simple Idee, aber dann habe ich ja doch wieder ein Kleidungsstück, das ich mitschleppen muss oder das ich im Zweifelsfall vergessen habe. Man müsste das anders regeln können. Ohne Schnickschnack, ohne viel Zubehör usw.
Wie wäre es mit …weiterlesen…
Neulich in der Buchhandlung:
Der auf diesem Foto abgebildete Text ist hier als Transkript hinterlegt.
War das Zufall oder ist das Buchhändlerhumor? Ich bin jedenfalls ratlos, was ich jetzt machen soll - Augen auf oder zu…
Murphys Gesetz dürfte allgemein bekannt sein: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Das stimmt so nicht, oder zumindest ist die Formulierung missverständlich. Man könnte es so verstehen, dass alles, was schiefgehen kann, auch ganz bestimmt bei jeder Gelegenheit schiefgeht, und das ist ganz eindeutig nicht der Fall. Jedenfalls ist mir heute noch kein Schnürsenkel gerissen, der Zug war nicht zu spät, ich habe mein Portemonnaie nicht verloren und auch nicht mein Schlüsselbund. All das hätte passieren können und - nach der vorstehenden Interpretation von Murphys Gesetz - eigentlich auch passieren müssen. Leicht umformuliert dürfte das Gesetz aber doch zutreffen: Alles, was schiefgehen kann, wird auch irgendwann einmal irgendjemandem schiefgehen.
Anlässlich eines Missgeschicks mit einem Schnapsglas voll Sahne im Kühlschrank hatte ich mit der Überschrift Murphys reiche Ernte elegant auf Murphys unheilvolles Wirken angespielt (hier). Jetzt bin ich zufällig darauf gestoßen, dass dieser Murphy noch einen Verwandten mit einem eigenen Gesetz hat: Muphry.
Muphrys Gesetz lautet etwa folgendermaßen: "Wenn jemand (kritisch) über Tippfehler, Satz oder Layout eines Textes schreibt, wird er dabei selbst Fehler machen. Bei Muphry handelt es sich um eine absichtliche Fehlschreibung von Murphy. Besonders schön ist es dabei natürlich, wenn man nicht einfach irgendeinen Fehler macht, sondern einen der Fehler, die man selbst kritisiert.
Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass Muphrys Gesetz gilt, jedenfalls im Prinzip. Und als Korrekturleser, Tippfehlerbemängeler und Motzkuh gehöre ich sicher zur primären Zielgruppe dieses Muphry. WAs will man machen…
Eigentlich hätte am 28. Oktober die Welt untergehen sollen. Das hat erwartungsgemäß nicht geklappt. Am 21. Dezember 2012 geht dafür aber der Maya-Kalender zuende, und mit ihm dann ganz bestimmt auch die Welt. Letztere vielleicht auch erst 2023, allerspätestens aber 2029. Da hätten wir noch ein bisschen Zeit, den Asteroiden (99942) Apophis abzuschießen, sonst erwischt der uns 2036 dann womöglich doch noch (obwohl das nach Meinung der Fachleute extrem unwahrscheinlich ist). Nichtsdestoweniger rückt das Ende der Welt natürlich mit jedem verfließenden Tag einen Tag näher, wenn man es sich einfach mal als einen konkreten Termin denkt, der sich aus (uns überwiegend unbekannten oder noch nicht verstandenen) Prozessen oder Parametern ergibt. Ob das tatsächlich der Fall ist, wissen wir natürlich nicht, und bislang hat uns kein allwissender Erzähler darüber aufgeklärt.
Wie das Ende der Welt schließlich aussieht, weiß darum natürlich auch niemand, aber es gibt jede Menge phantastische Szenarios zum Thema, der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Gern werden …weiterlesen…
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